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Buchpremiere: Der Flaneur

28.02.2019 | 20.00 Uhr

Buchhandlung Modern Graphics . Kastanienallee 79 . 10435 Berlin

 

  Leseprobe

 

Buch-Release: Der Flaneur

Der Flaneur ist der ewige Wanderer durch die Straßen Berlins. Mal nachdenklich, mal mit beißendem Humor kommentiert er Menschen, Szenerien und aufgeschnappte Dialoge, die man so nur in dieser Metropole erleben kann. Es ist das Berlin der Nullerjahre und der Leser begleitet den Flaneur auf seinem Spaziergang durch eine Stadt, die sich mitten im Auf- und Umbruch befindet. Vor dem Auge des Betrachters entfalten Architektur und Bewohner ihre besondere Tristesse und Schönheit. Sei es der Alexanderplatz, die Gedächtniskirche oder die Filiale eines Postamts.

Tiefsinnig bis ironisch kommentiert der Flaneur alles, was um ihn herum passiert und schaut den Bewohnern ganz genau auf ihre berühmte Berliner Schnauze. Er spielt Mäuschen bei tortenessenden Damen im Café Kranzler oder verfolgt sinnlose Konversationen in der U-Bahn. Er beobachtet Politiker, Punks, Rentner, Touristen oder Business-Männer. Er besucht den verlassenen Spreepark im Plänterwald, den „einsamsten Ort der Welt“ und spürt der eisigen Trostlosigkeit eines Berliner S-Bahnsteigs in einer Winternacht nach. Der Flaneur ist eine Kunstfigur, ein Dandy, der wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint und doch wie kein andererer den Puls seiner Zeit erfasst.

Mit dem Flaneur präsentieren Tim Dinter und Kai Pfeiffer ein zeitloses Berlin-Porträt, das durch seine intellektuelle Beobachtungsgabe und satirische Schärfe besticht.

Hardcover, 96 Seiten
Breitkopf Editionen
ISBN: 9783982005201

22,- Euro

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Pressematerial

Tim Dinter

Tim Dinter, 1971 in Hamburg geboren, zeichnet regelmäßig für Zeitschriften und Magazine. 2018 erhielt er zusammen mit Thomas Pletzinger den renommierten Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung für das gemeinsame Projekt „Blåvand“.

Er studierte an der École des Arts in Brüssel, am London College of Printing und an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Sein Zeichenstil steht in der Tradition der französisch-belgischen Schule. Wie Kai Pfeiffer gehört er zu den Mitbegründern der Zeichnergruppe monogatari. Comics und Illustrationen von Dinter sind in internationalen Ausstellungen zu sehen. Bisherige Stationen waren Deutschland, Schweiz, Israel, Brasilien und Argentinien. Tim Dinter lebt mit seiner Familie in Berlin.

Zu seinen weiteren Publikationen gehören u. a. »Cargo« (avant Verlag) und »Alte Frauen« (Zwerchfell-Verlag). Zuletzt erschien seine Bearbeitung von Sven Regeners Roman »Herr Lehmann« (Eichborn Verlag). Von 2006-2017 zeichnete Dinter für den Berliner Tagesspiegel die Kolumne „Lästermaul und Wohlstandskind“ über den Großstadtblues von hippen Mittdreißigern in Berlin, ebenfalls als Buch veröffentlicht (avant Verlag).

www.timdinter.de

Kai Pfeiffer

Kai Pfeiffer, 1975 geboren, ist Comicautor und bildender Künstler aus Berlin. Seine Comic-Projekte bewegen sich zwischen Fiktion, Abstraktion und Reportage.

Er studierte an der Kunsthochschule Weißensee, u.a. als Meisterschüler bei Prof. Nanne Meyer. 1999 gründete er mit Kommilitonen die Zeichnergruppe monogatari, die das Genre der Comic-Reportage in Deutschland maßgeblich beeinflusste.

Er ist Herausgeber der Anthologien »Plaque« und »flitter« (avant-verlag) sowie Kurator von Comic-Ausstellungen, u.a. im Kunsthaus Dortmund, Kulturministerium Saarbrücken, Kunsthalle Düsseldorf oder dem Comicon in Neapel. Als Zeichner und/oder Autor von Comicserien publiziert er im Tagesspiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Zu seinen Publikationen gehören u.a. das 2012 erschiene „Radioactive forever“, ein dokumentarischer Comic über die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in Japan (in »No Nukes«, Hrsg. Ryuichi Sakamoto). 2015 veröffentlichte er in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Autor Clemens Setz »Glücklich wie Blei im Getreide« bei Suhrkamp. Seit 2011 arbeitet er mit der Brüsseler Comic-Künstlerin Dominique Goblet an gemeinsamen Publikationen. Ihre erste Graphic Novel »Plus si entente« erschien 2014 bei Frémok und Actes sud.

„Die denunzierende Gewalt, die von einem Bleistift ausgeht, wird immer noch unterschätzt.“
Andreas Platthaus, FAZ

Amüsant, tiefsinnig und pointiert. Ein Reise- und Stadtführer der anderen Art.