Im AVS–KUNSTKREIS finden sich ehemalige Schülerinnen und Schüler zusammen, die die Oberstufen–Kunstkurse der Auguste Viktoria Schule Itzehoe durchlaufen, nach dem Abitur ein künstlerisches Fach studiert haben und jetzt haupt- oder nebenberuflich künstlerisch tätig sind.

Entstanden ist der Kunstkreis 2005; Initiator und Kurator ist der pensionierte AVS–Kunstlehrer Karl–Heinz Kock, der die Vernissage eröffnen wird. Immer vom ersten Sonntag im Februar an können die Kunstwerke des AVS– KUNSTKREISES im Wenzel-Hablik-Museum besichtigt werden. 

Diesmal sehen Sie Werke von Birte Ehrich (Amsterdam), Oliver Grajewski (Berlin), Sabine Koch (Kiel), Joan Stephan (Lüneburg), Holger Vanselow (Stuttgart), Nicolas Wiese (Berlin). 

Eintritt frei

Oliver Grajewski stellt seine neue Graphic Novel vor, mit dabei ist Gregor Breitkopf (Verleger).


Nach “Tigerboy” (Verbrecher Verlag) legt der in Berlin lebende Autor Oliver Grajewski mit seinem neuen Band “Der Tag im Moor” (Breitkopf Editionen) einen neuen Band vor.
Mit seiner Spuk-Doku-Fiktion fügt er dem Genre Comic durch seine Erzähl- und Zeichentechnik eine außergewöhnliche Variante hinzu.

Eigentlich wollte Oliver nur seine Eltern in der schleswig-holsteinischen Heimat besuchen – doch merkwürdige Vorfälle im Moor und ein alter Zeitungsartikel bringen ihn auf die Spur eines Geheimnisses. Eins ist klar, drei Kernkraftwerke in unmittelbarer Nähe, haben offensichtlich Spuren hinterlassen. Und über diese Folgen wird geschwiegen. Bis er in einem versteckten Teil des Moors auf Vogelmenschen trifft, die sich dort niedergelassen haben, nimmt Oliver Grajewskis Protagonist gleichen Namens die Leser mit durch die von Kanälen durchzogene Landschaft des nördlichsten Bundeslands, in der Kleinstädte, stillgelegte Industrieanlagen, abgelegene Höfe und das Moor nebeneinander existieren. En passant werden die Besonderheiten des Reisens abgehandelt, Exkurse über Skype führen von Laptop zu Laptop in die amerikanische Kunstszene, es wird über Mode reflektiert, und über das Winterfutter für das Vieh.

Durch eine Vielfalt und die Wahl unterschiedlicher künstlerischen Techniken gelingt es Grajewski die psychologische Struktur von Figuren und Situationen mit dem Zeichenstrich zu fassen. Er zitiert Bilder der realen Alltagswelt, ohne deren Beliebigkeit zu doppeln. Zeichnungen mit Tusche und Bleistift verbinden sich mit digitaler Fotografie und informeller Computergrafik. Bildfolgen einer klassischen Comictradition verschmelzen zu ganzseitigen Kompositionen, die sich über den permanenten Stilwechsel der Zeichnungen und über die Textführung wieder entzerren lassen. Doppelseitige Kompositionen und eine All-Over-Struktur binden ruhige Landschaftsbilder und schlichte, wie nebenbei skizzierten Figuren ein. Unterschiedlich und unerwartet entfaltet sich für den Leser jede einzelne Episode der Geschichte neu.

"Der Tag im Moor" erschien im Dezember 2012 bei Breitkopf Editionen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Verbrecher Versammlung im "Monarch":
Skalitzerstr. 134, 10999 Berlin, U-Bhf. Kottbusser Tor
Eintritt: 4,- €

 

Die Breitkopf Editionen Verlagsgesellschaft mbH wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, sich vor allem der Publikation von Graphic Novels zu widmen. Über dieses moderne literarisch-künstlerische Medium kann sich der Leser und Betrachter auch anspruchsvolle Inhalte auf leicht eingängige Weise erschließen. Letztlich sind die in der heutigen Alltagswelt zahlreich zu findenden Verbildlichungen Ausdruck der schnelllebigen Zeit. So gewinnt auch die bildliche Darstellung von literarischen Inhalten in Form der Graphic Novels zunehmend an Bedeutung.


Für das erste Verlagsprojekt konnte der bildende Künstler und Autor Oliver Grajewski gewonnen werden. Grajewski studierte an der Hochschule der Künste in Berlin und an der Chelsea School of Art and Design in London und arbeitet heute als Comic-Zeichner, bildender Künstler und Illustrator in Berlin. 
Mit ’Der Tag im Moor’ legt Grajewski nach seinem ersten im Verbrecher Verlag erschienenen Band ’Tigerboy’ hier nun seine zweite, wieder durch die eigenwillige Wahl und beeindruckende Vielfalt der von ihm virtuos eingesetzten Techniken bestechende Graphic Novel vor. Grajewski steht mit dieser außergewöhnlichen Art der grafischen Umsetzung, bei der so ziemlich gar nichts der üblichen Comicästhetik entspricht, in Deutschland weitestgehend allein da. 
Und gerade deshalb ist es Ziel von Breitkopf Editionen durch eine spezielle Förderung von Autoren und Künstlern, die sich auf ein solchermaßen modernes Wagnis von Graphic Novels einlassen wollen, das Angebot an dieser Literatur- und Kunstform auszubauen. Eine verlegerische Herausforderung der sich die Breitkopf Editionen Verlagsgesellschaft im Sinne einer Bildungsförderung mit bildungspolitischem Ansatz annehmen möchte.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Gregor Breitkopf
Verleger